Das Holodeck
Psychologen haben herausgefunden, dass es eine große geistige Belastung ist, für lange Zeit in einer künstlichen Umgebung gefangen zu sein. Jahrelang hat die Sternenflotte an einem System der virtuellen Realität gearbeitet. Es dient der Unterhaltung, Bildung oder zur Entspannung. Mit einer Kombination aus Materiereplikation, die auf der Transportertechnik basiert, und dreidimensionaler Bildprojektion können beliebige Szenarien und Personen simuliert werden. Die Holodeck-Technik wird einsatzfähig, als die ersten Schiffe der Galaxyklasse entstehen, und es dauerte nicht lange, bis sie zur Ausstattung fast aller Raumschiffe gehört.
Wenn das Holodeck nicht benutzt wird, ist es nicht mehr als ein Raum mit schwarzen Wänden und gelben Gittermuster. Die Wände enthalten omnidirektionale Holo-Dioden (OHD) in Mikrominiatur-Ausführung. Jede sechsseitige OHD besteht aus einem optischen und einem Kraftfeldsegment. Mit ihnen erzeugt der Computer eine Welt, die auf alle fünf Sinne wirkt. Je komplexer die Simulation, desto mehr Elaborationskapazität des leistungsfähigen Computers wird beansprucht. Die Bewegungen des Benutzers bewirken einen Wechsel der Perspektive. Gebündelte Kraftfeldstrahlen geben nahen Objekten Pseudo-Substanz. Das Subsystem für Materiekonversion verwendet Transporter- und Replikatortechnik um auf dem Holodeck echte Materie zu erzeugen. Der Bildprozessor des Holodecks projiziert ferne Objekte und Hintergrundszenen. Wird ein Gegenstand berührt so erzeugt das Subsystem für die Materiekonversion einen festen Gegenstand. Transportersysteme und Kraftfeldtechnik werden für die Schaffung interaktiver und möglichst real wirkender „Personen“ eingesetzt. Sie haben physische Substanz und unterliegen der Steuerung durch Kraftfelder und Traktorstrahlen. Im Gegensatz zur Holo-Materie kann von Transporter- und Replikatorsystemen geschaffene Substanz das Holodeck verlassen. Daraus bestehende Objekte existieren tatsächlich. Wenn eine „Person“ das Holodeck verlässt, so wird sie nicht mehr vom Computer kontrolliert. Ohne die Kraftfelder entmaterialisiert die betreffende Gestalt. Das Holodeck hat drei Kontrollmöglichkeiten. Eine kleine Konsole erlaubt es, vor dem Betreten der Projektionskammer Kommandos einzugeben. Außerdem lässt sich mit verbalen Anweisungen Einfluss auf den Ablauf des Programms nehmen. Der Konsolen-Bogen bietet direkte Kontrollmöglichkeiten. Sie können auch während eines aktiven Holo-Programms erscheinen und erlauben die Kommunikation mit dem Rest des Schiffes. Sicherheitssysteme die ernste Verletzungen oder gar den Tod verhindern. Es ist möglich, dass diese Systeme ausfallen, doch das geschieht nur sehr selten. Manche Personen entwickeln eine gefährliche Abhängigkeit vom Holodeck. Sie wird häufig auch als Holosucht bezeichnet. Diese Sucht kommt nicht oft vor, aber sie ist schwer zu heilen, da sie meist von tiefer sitzenden Problemen verursacht wird. Die meisten Besatzungsmitglider nutzen das Holodeck bestimmungsgemäß um sich zu entspannen und zu vergnügen.